Mária Majsai: Signalbaum

Inventarsnummer: T99 3/13/2
Herstellungort: Raum 3

Der Signalbaum wurde auf den Hügeln in der Umgebung von Ortschaften aufgestellt. Er war ein Mittel zur Nachrichtenübertragung, das mit Licht- oder Rauchzeichen signalisierte, wenn sich Feinde näherten oder unmittelbare Gefahr bevorstand. Der Signalbaum wurde befestigt, indem man ihn teils in die Erde eingrub und seine Höhe über der Erdoberfläche ca. 8 bis 9 Meter betrug. Den Stamm des Signalbaums bildete eine Holzstange (ein gefällter Baumstamm in entsprechender Größe, dessen Äste und Rinde entfern wurden ), an deren oberem Teil geteerte Strohbündel befestigt wurden. Das Ende dieser Strohbündel reichte hinunter bis zur Erdoberfläche. Sie wurden dann vom Wachtposten angezündet, wenn er Feinde oder andere Gefahren wahrgenommen hatte. Die Signalbäume wurden in Sichtweite zueinander aufgestellt, so dass mit Hilfe der nächsten Signalbäume eine mehrere Kilometer lange Signalkette entstehen konnte. Die Gefahr konnte auch über eine größere Entfernung in kurzer Zeit signalisiert werden und es stand ausreichend Zeit zur Verfügung, um das Militär zu mobilisieren und auch zur Flucht der Bevölkerung. In der Nacht signalisierten Lichtzeichen des Signalbaums und tagsüber waren es Rauchzeichen. Hierzu gibt es Überlieferungen (unter anderem auch in Ortsnamen) aus den östlichen und südlichen Grenzgebieten Siebenbürgens aus den 1700-er Jahren. Die Verwendung des Signalbaums geht bis ins Mittelalter zurück und kann mit den Traditionen der Grenzbewachung verbunden werden.

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