Digitale Vermittlungsstelle vom Typ AXE

Inventarsnummer: T99 2/16/2
Jahre der Herstellung: 1989
Erzeuger: LM Ericsson
Herstellungort: Raum 2

Im Jahre 1990 wurde ein Systemwähl-Tender zur Beschaffung von neuen Vermittlungsstellen ausgeschrieben, dessen Zweck darin bestand, sowohl von technischen, als auch von finanziellen Aspekten aus entsprechende neue Vermittlungsstellen auszuwählen. Einer der Gewinner dieser Ausschreibung war die schwedische Firma LM Ericsson mit seinem Vermittlungsstellensystem vom Typ AXE (Automatic Cross-Connection Equipment). Die AXE-Vermittlungsstelle ist ein elektronisches, digitales Anschlusssystem, das mit gespeicherten Programmen gesteuert wird (TPV), deren Steuerung, Schaltfeld sowie Kontrollsysteme ausschließlich aus elektronischen Elementen bestehen und sie somit keine Bestandteile enthalten, die einer Abnutzung unterliegen (wie z.B. die elektromechanischen Vermittlungsstellen). Die Steuerungsfunktionen versieht ein computerähnliches System mit umfassender Kapazität, die Steuerungsprozesse können entsprechend den Leistungsanforderungen umgeschrieben und modifiziert werden. TPV - also die gespeicherte Programmsteuerung - bedeutet vorher festgelegte (programmierte) Steuerungsprozesse, die während des Betriebs immer den jeweils in Anspruch genommenen Leistungen entsprechend ausgeführt werden. Die Steuerung baut zuerst den Verbindungsweg auf und dann schaltet sie die Teilnehmer zu. Dadurch wird der Sprachweg erstellt oder wenn zum Beispiel der Anschluss des angerufenen Teilnehmers besetzt ist, wird der Anrufer darüber informiert. Das Anschlusssystem vom Typ AXE passt sich sowohl dem schalttechnischen als auch dem übertragungstechnischen Umfeld gut an. In diesem Vermittlungsstellensystem sind all diejenigen Vermittlungsstellentypen vorhanden, die dazu geeignet sind, die Funktionen von Ortsämtern (Ortsvermittlungsstellen und ihre externen Stufen), Durchgangsämtern (Orts- und Fernstellen), Rural- sowie mobilen Diensten (Mobiltelefon) zu versehen. Dementsprechend verfügt das AXE-System auf sämtlichen Netzebenen sowie für jeden Verkehrsfall über einen geeigneten Vermittlungsstellentyp. Die einbaubaren Leitungskapazitäten liegen wesentlich höher, als die Kapazität von elektromechanischen Vermittlungsstellen. Dem in einer Vermittlungsstelle realisierbaren Kapazitätsumfang werden praktisch nur von ökonomischen Überlegungen Grenzen gesetzt. Die Systemunterstützung für die AXE-Vermittlungsstellen ist ebenfalls auf einem geeigneten Niveau gelöst. Die erste AXE-Vermittlungsstelle in Ungarn wurde am 7. März 1989 im Internationalen Durchgangsamt ausschließlich für den Durchgangsamtverkehr (für Ferngespräche) in Betrieb gesetzt. Wichtige AXE-Vermittlungsstellen gibt es außerdem noch in den Budapester Stadtteilen Kelenföld und Gazdagrét und in der Provinz in Gyöngyös, Szentendre, Szekszárd, usw.

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