Zweieranschlussgehäuse

Inventarsnummer: T16 84.114.0. / T16 2000.49.0.
Jahre der Herstellung: 1950
Erzeuger: Reparaturbetrieb der Post
Herstellungort: Raum 1

Die im Jahre 1933 eingeführten Zweieranschlussstationen wurden ab 1936 - als in Budapest das 6-Ziffernsystem eingeführt wurde - massenweise angewendet. Aus der Zweieranschlusslösung - mit der ein Teilnehmeradernpaar zwei Teilnehmern die Möglichkeit zum Telefonieren bot - resultierte eine bessere Ausgelastetheit der Teilnehmeradernpaare und der Vermittlungsstellenkapazität. Das vom Fernsprechfernamt abgehende Teilnehmeradernpaar endete im Falle von Zweieranschlussstationen nicht direkt am Fernsprechapparat der Teilnehmer, sondern in der sog. Zweierarmatur. Die Zweierarmatur wurde in der Nähe der Zweieranschlussstation installiert, zum Beispiel am Toreingang eines Wohnhauses. Von hier aus führten dann zu den beiden Teilnehmern schon getrennte Adernpaare. Die Relais der Zweierarmatur wurden von der Vermittlungsstelle durch den Polaritätswechsel des Teilnehmeranschlusses gesteuert. Zu der einen Zweieranschlussstation gehörte eine positive Polarität und zu der anderen eine negative. Wenn der Zweier-Teilnehmer einen Anruf erhielt, dann wurde die entsprechende Polarität von der Vermittlungsstelle eingestellt und wenn der Zweier-Teilnehmer einen Anruf eingeleitet hat, dann verrichtete diesen Prozess die Zweierarmatur. Die gemeinsamen Zweieranschlussteilnehmer hatten jeweils eine eigene Telefonnummer und ein eigenes Zählerrelais. Da sie den gleichen Anschluss verwendeten, konnten sie sich vorübergehend gegenseitig aus dem Verkehr ausschließen und konnten auch keine Gespräche miteinander führen.

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